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Vorträge und Veranstaltungen

2016
23.06.2016
Seminare
Verrechnungspreise bei Betriebsstätten
Verrechnungspreise bei Betriebsstätten

Deutsche Finanzverwaltung leitet letzte Phase der Umsetzung ein

Die hohen sanktionsbewährten Anforderungen an die Verrechnungspreisdokumentation im grenzüberschreitenden Leistungsverkehr sind nicht neu. Während die Verrechnungspreisdokumentation zwischen verbundenen Unternehmen in der betrieblichen Praxis weitgehend bereits in Fleisch und Blut übergegangen sind, ist dies im Verhältnis zwischen Stammhaus und Betriebsstätte nicht so. Zwar ist die Verrechnungspreisdokumentation zwischen inländischem Stammhaus und ausländischer Betriebsstätte oder umgekehrt bereits seit nunmehr drei Jahren gesetzlich vorgeschrieben. Dennoch erfährt dieser Bereich insbesondere bei betroffenen KMU bislang keine adäquate Wahrnehmung. Letzteres sollte sich mit der nun im Entwurf detailliert vorliegenden Auffassung der Finanzverwaltung ändern.

In dem Entwurf der sogenannten „Verwaltungsgrundsätzen – Betriebsstättengewinnaufteilung" (kurz: VWG BsGa) stellt die deutsche Finanzverwaltung ihr Verständnis zu der Umsetzung des seit drei Jahren gesetzlich geregelten „Authorized OECD-Approachs" (kurz: AOA) sowie zu der zugehörigen Rechtsverordnung aus 2014 (Betriebsstättengewinnaufteilungsverordnung – kurz: BsGaV) dar. Die Finanzverwaltung lässt keinen Zweifel daran, das anhand von einer Vielzahl von Beispielen illustrierte Verständnis unmittelbar nach Erlass des finalen Verwaltungsschreibens stringent umzusetzen. Die Veröffentlichung des finalen Verwaltungsschreibens ist für das zweite Halbjahr 2016 geplant.

Vor diesem Hintergrund beleuchtet der Referent Dr. Mario Wagner, Steuerberater und Partner bei Schomerus, ab welchem Zeitraum die betroffenen Unternehmen spätestens dem AOA und damit dem Verständnis, dass Stammhaus (bzw. nach neuer Diktion: „übriges Unternehmen") Betriebsstätte für Zwecke der Gewinnaufteilung wie selbständige Einheiten zu behandeln sind. Dr. Wagner geht darauf ein, wie anhand der sogenannten Personalfunktionen die Funktions- und Risikoanalyse zu erfolgen hat sowie auf dieser Basis die fremdvergleichskonforme Abrechnung der für zwischen Stammhaus und Betriebsstätte „anzunehmenden schuldrechtlichen Beziehungen" vorzunehmen und schließlich zu dokumentieren ist.

Unter Rückgriff auf erste Erfahrungswerte aus der Betriebsprüfung geht Dr. Wagner auf die folgenden, soweit verbliebenen Probleme (und Lösungsansätze) ein:

  • Umgang mit den Übergangsjahren 2013 und 2014: Zwar gesetzlich vorgeschrieben, aber keine Angaben zum „Wie?"
  • Umgang mit dem Dogmenwechsel: Übergang vom Veranlassungsprinzip zum Fremdvergleich.

Daneben steht der Referent auch gerne für Ihre Fragen zur Verfügung.

Termin
23.06.2016 , 18:00 bis 19:30 Uhr
Ort

Deichstr. 1, 20459 Hamburg

Anmeldung