In den letzten Jahren hat der Gesetzgeber viele Gesetze erlassen, die zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie zur Beteiligung von Vätern bei der Erziehungsarbeit betragen sollen. Für Unternehmen ist es notwendig, Checklisten für Elternzeit-Fälle zu erstellen, um eine rechtliche Absicherung zu gewährleisten ist.

Neben der Beachtung der relevanten Vorschriften des Mutterschutzgesetzes (MuSchG) gelten zusätzlich die Regelungen des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes (BEEG). Bei der Beantragung der Elternzeit beim Arbeitgeber sind Arbeitnehmer verpflichtet, konkret die Ausgestaltung der ersten zwei Jahre der Elternzeit schriftlich darzulegen.

Da die Verlängerung der Elternzeit auf bis zu drei Jahre möglich ist, sind Arbeitgeber aufgefordert, sich arbeitsrechtlich und organisatorisch auf diese Möglichkeit einzustellen.

In der Praxis hat sich gezeigt, dass Elternzeit am Anfang überwiegend eine organisatorische Herausforderung darstellt und erst bei der Rückkehr mit arbeitsrechtlichen Problemen behaftet ist, welche bereits im Vorwege zu klären waren. Dabei ist insbesondere die Rückkehr zur alten Position oft mit Hindernissen versehen.

Das hessische Landesarbeitsgericht hat in seinem Urteil vom 4. März 2008 (Az. 13 Sa 1364/07) bspw. geklärt, dass Regelungen über Tätigkeiten und Positionen, die im Arbeitsvertrag fixiert sind, maßgeblich den Spielraum bei der Wiedereingliederung in die betrieblichen Organisationsstrukturen bestimmen. Das bedeutet, dass der Arbeitsvertrag bereits im Vorwege zur prüfen ist, um möglichen Problemen entgegnen zu können.